Samstag, 27. Juni 2015

Und plötzlich geht alles so schnell

Die Entwicklung eines kleinen Menschen ist wirklich unglaublich. Ich habe das große Glück dies bereits zum fünften Mal miterleben zu dürfen. Es hat nichts von seiner Faszination eingebüßt. Ganz und gar nicht. Auch dieses Mal ist es so als wenn es zum allerersten Mal passieren würde.

Weil jeder von uns ein Individuum ist sind auch die einzelnen Entwicklungsschritte bei jedem Kind irgendwie anders.

Bei Evchen fällt jetzt vieles zusammen. Sie ist in der Lage alleine auf das Bett zu krabbeln. Zum Glück hat sie fast  zeitgleich verstanden, dass die vom Bett oder vom Sofa mit den Füßen zuerst herunter zu kommen hat. Seit Vorgestern rennt sie nun in aufrechter Haltung durch die Gegend. Jeden Tag ein kleines bischen sicherer. Heute war es geradezu richtig flüssig und sie kam bereits so schnell voran wie beim robben. 




Sie kann also laufen! Knapp einen Monat vor ihrem ersten Geburtstag. Genau rechtzeitig um mir in den Ferien einfach so davon zu rennen...Das wird noch interessant! Eins ist klar ich nehme den "Lauflerngurt", der als Hochstuhlsicherung dient, mit in die Ferien. Mögen andere vielleicht irritiert schauen aber lieber ein Kind an der Leine als unter einem Auto...Vermutlich werde ich sie aber die meiste Zeit auf dem Rücken tragen... aber falls dieses kleine Wesen unbedingt darauf bestehen sollte selber zu gehen...nun dann bin ich vorbereitet!

Bin gespannt wie es weitergeht!

XOXO

Joanna Maria

Samstag, 20. Juni 2015

20.06.2015 Weltflüchtlingstag - schwer es nicht persönlich zu nehmen

Heute ist der Internationale Weltflüchtlingstag. Bei Arte läuft eine Flüchtlingsreportage nach der anderen. Draußen vor dem Garten feiert unsere Wohnungsbaugenossenschaft ihr 90 Jähriges Bestehen und meine Großen haben sich begeistert ins Getümmel gestürzt. Drinnen schläft die Kleine also sitze ich vor dem Computer und hör und fernsehe mit einem Auge und Ohr  mit.



Weltflüchtlingstag. Mittlerweile gibt es einen Tag für alles aber dieser Tag ist längst überfällig. Wesentlich wichtiger als Vater- oder Muttertag. Ein Tag für die Menschlichkeit, für die Solidarität. Eigentlich sollte jeder Tag ein Weltflüchtlingstag sein. 
Es ist schon erschreckend, dass durch die ganze Welt ein Rechtsruck zu gehen scheint. Abschottung statt Offenheit. Wir sind bereit für Öl einen Krieg anzuzetteln aber wenn Menschen terrorisiert und abgeschlachtet werden, dann greifen wir nicht ein. Angeblich weil wir aus unseren Fehlern gelernt haben oder vielleicht doch, weil wir abwarten wollen bis es etwas mehr brennt und wir unserer Industrie noch ein paar lukrative Waffengeschäfte sichern wollen oder weil man am menschlichen Elend ja auf so verschiedene Art und Weise sehr gut verdienen und sich dabei noch den Anschein eines "Gutmenschen" geben kann. Ist die Entwicklungshilfe nicht vielerorts nicht einfach nur verdeckte Ausbeutung? Sind nicht viele Probleme von uns selbst gemacht?

Ich finde es unglaublich, dass sich derartiges  ereignet und wie einige Mitmenschen auf dieses Elend reagieren. Der Hedonismus und die Hypokresie unserer Zeit offenbart sich. Man bereitet sich jetzt die Probleme von morgen vor.

Dabei ist das Flüchtlingsproblem kein neues .Schon in den 90-er Jahren sorgte ein Kurzfilm (?)für Gesprächsstoff in dem eine Welle von Flüchtlingen aus Afrika Europa überschwemmte. Kann sich einer von Euch daran erinnern? Der Kurzfilm selbst ist mir in guter Erinnerung geblieben aber an seinen Titel erinnere ich mich nicht mehr und irgendwie hilft mir Tante Google da auch nicht weiter.
Das Problem ist aber nicht neu und damals war Lampedusa noch weit entfernt, die Zahl der Flüchtlinge eigentlich aus heutiger Sicht lächerlich klein.......Seitdem sind so an die Zwanzig Jahre vergangen und wir haben es soweit wie jetzt kommen lassen.

Als Facebookbenutzerin bin ich manchmal mit meinen Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern am rotieren, manchmal könnte ich sie würgen, treten oder was auch immer. Wenn ich ihre Posts zu Flüchtlingen  und Ausländern sehe, wenn ich Beiträge entdecke die sich für die geschlossene Unterbringung von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen aussprechen oder dermaßen populistisch sind, dass ich geradezu die Springerstiefel höre und das braune rieche, dann fällt es mir schwer es nicht persönlich zu nehmen und selbst persönlich zu werden. Manchmal überlege ich, ob es Sinn macht Kontakt mit diesen Leuten zu haben... sei es auch nur Facebookkontakt, sie an meinem Leben teilhaben zu lassen. Aber andererseits...jeder hat recht auf eine eigene Meinung und es ist allemal besser zu wissen wie einige ticken.

Einen Satz habe ich dabei immer im Kopf "Alle Menschen sind Ausländer: irgendwo. Rassisten sind Arschlöcher:überall" und die wenigsten Menschen verlassen ihre Heimat und ihre Familien ohne Not. Ich kenne den Schmerz der dem Verlust des lieb gewonnenen Umfelds entspringt. Die Erinnerung daran hält mich in Deutschland wo es mir doch recht gut geht. Es reicht mir zwischen zwei Stühlen zu sitzen und ich möchte auch nicht, dass meine Kinder in die gleiche Lage kommen, jedenfalls nicht unter den gleichen Umständen wie ich. 
Aber ich habe das unsagbare Glück und das Privileg gehabt, dass ich nie Krieg und Hunger erlebt habe und doch recht bald meine Heimat besuchen konnte, zunächst ohne meine Eltern und kurze Zeit später als sich die politische Situation geändert hat auch mit ihnen. So vielen bleibt diese Möglichkeit verwehrt, so viele mussten Sachen erleben, die ich nicht ein Mal kurz andenken möchte, weil ich dann mehrere Tage absolut gereizt bin oder mir der Anblick meiner Kinder tränen in die Augen treibt. Die meisten Menschen in Europa scheinen sich nicht dessen bewusst zu sein, wie sehr uns fremde Kulturen bereichern und was für ein unsagbares Privileg und ein Segen es doch ist in Friedenszeiten zu leben. Dass dies eben keine Selbstverständlichkeit, kein naturgegebener Dauerzustand ist. Das jeder Tag Frieden ein wahres Geschenk ist. 
Schneller als man denkt kann man sich selbst auf der Flucht wiederfinden, würde man gerne da so behandelt werden wie dies derzeit mit den Flüchtlingen geschieht?

Denkt mal früber nach

XOXO
Joanna Maria

Freitag, 19. Juni 2015

Botwinka - Polnische sommerliche Rote Beete Suppe

Ja, Hulk hat es schon erkannt, Rote Beete macht stark. Ganz besonders als Botwinka. Botwinka ist ebenfals ein Gericht aus meiner Kindheit. Eine polnische Sommersuppe aus Roter Beete die auch kalt gegessen werden kann und bei der die Blätter der Roten Beete mitverarbeitet werden. Gerade auf diese Blätter der jungen Rote Beete kommt es dabei an. Sie sind das besondere. Ansonsten wäre es ja bloß eine Rote Beete Suppe. Wie beim Bigos hat wohl jeder Haushalt in Polen sein eigenes Botwinka Rezept. Jeder macht es anderes und in den meisten Fällen schmeckt es lecker.

Ist das nicht typisch den ganzen Tag Regen und wo ich ein Foto machen will, knallt die Sonne richtig rein nichts da mit indirektem Licht!

Mein Rezept ist sehr einfach, quasi rudimentär. Lust auf polnische Hausmannskost? Na dann los!

Botwinka


Zutaten:

1. Bund junger Roter Beete mit Blättern (ca.400/500g)
2. kleine Möhren
etwas Sellerie
eine Zwiebel
ca 1L Bouillon Gemüse/Rind/Huhn....ich hatte Gemüse
2/3 EL Zitronensaft
100 ml. Sahne
Salz und Pfeffer zum würzen
Kartoffeln oder Hartgekochte Eier als Beilage

Eventuell Schnittlauch oder Petersilie zum garnieren

Zubereitung:

Die Blätter von der Roten Beete abschneiden und beiseite legen.

Rote Beete und Möhren waschen, schälen  klein würfeln. Zusammen mit einem großen Stück Sellerie und der ganzen geschälten Zwiebel und dem Zitronensaft ca. 10 Minuten in dem Bouillon kochen.
Zwischenzeitlich die Rote Beete Blätter klein schneiden. Nach Ablauf der 10 Minuten zu dem übrigen Gemüse dazugeben und so lange kochen bis alles gar ist. Die ausgekochte Zwiebel und den Sellerie herausnehmen und beiseitelegen.

Die Sahne mit ein paar Essolöffeln der heißen Brühe "abhärten" und dann unter die Suppe mischen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Als "Beilage" werden entweder Kartoffeln oder hartgekochte Eier gereicht. Es kann klein gehackter Schnittlauch oder Petersilie dazugereicht werden.

Einige geben anstelle der Sahne auch Jogurth dazu habe ich persönlich nicht ausprobiert hört sich aber gut an oder? Ist vielleicht etwas leichter.

So wünsche ich dann Guten Hunger!!

XOXO

Joanna Maria


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